Schule ahoi! 43 Absolventen feiern an der AFR Aiterhofen ihren Abschluss
Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen
Freudentränen, humorige Reden, stolze Eltern – im lauschigen Klostergarten durften die zwei zehnten Klassen der Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen.
Die Abschlussfeier für die Absolventen an der AFR begann mit einem Gottesdienst, musikalisch begleitet von Sr. Klara Hofer, unter dem Motto „Schule ahoi“. Pfarrer Heinz Weber verglich dabei die Schulzeit mit einer Schiffsreise, bei der das Schiff mal durch stürmische See fährt oder gar ins Wanken gerät, bald aber wieder durch ruhige Gewässer schippert, sodass die ganze Mannschaft am Ende den Zielhafen erreicht. Wie fanden die Zehntklässler den richtige Kurs, wie findet man den richtigen Weg im Leben, fragte sich Weber. Beantwortet wurde dies auch in den Fürbitten, in denen die Absolventen ihrer Familie, ihren Klassenkameraden und der Schulfamilie der AFR als Anker in ihrem Leben dankten. Nun würden sie selbst das Steuer in die Hand nehmen und mit der Bildung, die sie in Aiterhofen erfahren durften, ihren Weg in eine gute Zukunft gehen. Ein besonderes Geschenk erhielten die Absolventen durch die Jüngsten der Schulgemeinschaft: die fünften Klassen hatten für alle ihre persönlichen Segenswünsche in Notizbücher geschrieben, welche nun an die zehnten Klassen verteilt wurden.
Bei der anschließenden Feier unter Kastanienbäumen im Klostergarten zeigte sich Konrektor Christoph Pleischl erfreut, dass von den 43 erfolgreichen Zehntklässlern 12 Absolventen eine Eins vor dem Komma erreicht hatten. In seiner humorigen Rede gab Pleischl den jungen Erwachsenen mit auf den Weg, sie sollten stets authentisch bleiben, ihre Leidenschaft verfolgen und offen für Veränderungen sein. „Seid bereit zu verzeihen; schätzt, was ihr habt und bleibt wahrhaftig“, so Pleischl. Auch Generaloberin Sr. Maria Kreiner ermutigte mit ihrem Wahlspruch „Pace e bene“: „Werdet ein Segen für andere, lebt Frieden und setzt euch ein!“
Kreisrat Ewald Seifert zeigte sich zuversichtlich, dass die Absolventen mit ihrer soliden schulischen Ausbildung eine gute Grundlage für ihren künftigen beruflichen Weg bekommen hätten. Denn die Zukunft, so Seifert, wolle jeden Tag neu verdient werden.
Aiterhofens Bürgermeister Adalbert Hösl wies – mit Blick auf die vier Jungstörche, welche im Hintergrund der Feier auf dem Klostergebäude erste Flugübungen machten – daraufhin, dass die Absolventen nun auch flügge seien und mit Weitblick, Ehrgeiz und den richtigen Vorbildern sicherlich erfolgreich durchstarten würden.
Die Elternbeiratsvorsitzenden Peter Fichtl und Sandra Hüttinger, deren Kinder heuer ebenfalls „flügge“ wurden, verabschiedeten sich mit kleinen Geschenken für die Jahrgangsbesten. Den Sozialpreis der AFR erhielt Tim Lehne (10a), welcher für seinen engagierten Einsatz für die Schule ausgezeichnet wurde. Dass Tim Lehne diesen Preis mehr als verdient hat, bewies der Schüler nicht nur bei seinen Auftritten mit der Schulband oder als Solist bei Feierlichkeiten, sondern auch mit einer besonderen Geste vor wenigen Tagen: Er hatte an alle Schüler der AFR kleine, persönliche „Mutmach-Briefe“ geschrieben.
Vor der Zeugnisüberreichung bedankte sich Schülersprecherin Katharina Penzkofer bei den Sekretärinnen, dem Lehrerkollegium und bei der Ordensleitung für ihre Unterstützung, das jederzeit „offene Ohr“ sowie für die schönen Fahrten, die sie über die Jahre hinweg hatten genießen dürften. Ein besonderes Vergelt’s Gott ging an die Eltern.
Schulleiter Ulrich Dengler bedankte sich ebenfalls für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und zeigte augenzwinkernd auf, dass auch ein Schulleiter bei der Vorbereitung für seine Abschlussrede mal ins Schwitzen kommt. Schließlich sei es ihm eine Herzensangelegenheit, „seine“ Schüler, die er teils seit der fünften Klasse unterrichtet hatte, mit einer würdigen Rede zu verabschieden. Auch wenn KI und Social Media immer einen mehr oder weniger klugen Rat parat hätten, auch wenn Kommentarspalten im Internet überquellen von angeblich neutralen, hilfreichen Meinungen, auch wenn manche öffentlich auftretende Persönlichkeit glaubt, ihre Ansicht sei die einzig wahre, so sei doch der gesunde Menschenverstand und die reale, weil echte Kommunikation das, was ein friedliches Miteinander ausmache. Bei all dem, was aus Social Media auf die Menschen einprassele, gebe es aber auch einen Lichtblick. „Ihr seid der Lichtblick. Macht es besser – lasst euch inspirieren die Welt ein bisschen besser, ein bisschen freundlicher zu machen, bleibt echt!“ schloss Dengler und übergab das Mikro an die Schulband. Diese hatte unter der Leitung von Robert Gruber und Marius Sachse die Abschlussfeier harmonisch umrahmt. Jana Berendt (10a) beschloss die Zeugnisvergabe mit einem Klaviersolo.





































